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Jägerschaft Salzgitter e.V.

Jungjägerausbildung

Jagd ist angewandter Naturschutz, die Natur mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt lesen und verstehen können, Tradition und Brauchtum pflegen und leben, aktive Hege und Pflege der Wildlebensräume.

Genau um diese Grundsätze sowie die Erlernung des weidgerechten Jagens geht es in der achtmonatigen lernintensiven und anspruchsvollen Jagdausbildung der Jägerschaft Salzgitter.

Den Jagdschein macht man nicht mal eben so nebenbei. Nicht umsonst wird er das "Grüne Abitur" genannt. Ein kompetentes Ausbilderteam begleitet die Jagdscheinanwärter in den Prüfungsfächern Wildtier- und Waffenkunde, Jagdrecht, Naturschutz, Wildbrethygiene, Wildkrankheiten, jagdliches Brauchtum, Fallenkunde, Hundewesen, Wald- und Feldbau sowie bei der Schießausbildung incl. Waffenhandhabung auf dem Weg zum Jagdschein. Aber auch die Teilnahme an Bewegungsjagden, jagdbezogene Ausflüge, Reviergänge sowie ein Jagdoptikseminar stehen auf dem Programm.

Mit der Ausbildung werden sich die Jungjäger ebenfalls als "kundige Person" in den Bereichen Lebensmittelrecht und Wildbrethygiene qualifizieren.

Für die an der Jagd Interessierten findet am 22.08.2019 um 19:00 ein Informationsabend in der Alten Feuerwehr, Triftweg 30 in Salzgitter-Engerode statt oder wenden Sie sich an die Jagdbehörde Salzgitter unter 05341-8393241.

Text und Foto: Marion Parusel

Hegeschau 2019

Im Rahmen der Hegeschau, eine gesetzlich vorgeschriebene Veranstaltung, stellte die Stadt Salzgitter die Trophäen des vergangenen Jagdjahres vor. Die Kreisjägerschaft richtet die Hegeschau jeweils vor ihrer Jahreshauptversammlung aus.

 

Nach Begrüßung der Ehrengäste gab Kreisjägermeister Kai-Uwe Lenius während der Hegeschau den Streckenbericht bekannt. Dabei unterstützte ihn der Bläsergruppe der Jägerschaft Salzgitter mit den jeweiligen wildartspezifischen Jagdsignalen.

 

Schwarzwild:              181 Stück gegenüber 292 Stück im Vorjahr 

Rehwild:                       442 Stück gegenüber 381 Stück im Vorjahr 

Füchse:                        248 Stück

sonstiges Raubwild: 174 Stück 

Hasen:                          28 Stück gegenüber 35 Stück im Vorjahr 

Wildkaninchen:          134 Stück gegenüber 131 Stück im Vorjahr (inkl. befriedeter    

                                        Bezirke)

Federwild:                    93 Stockenten, 175 Ringeltauben, 25 Graugänse, 3 Nilgänse,    

                                        103 Silbermöwen, 93 Rabenkrähen, 49 Elstern, 

                                       1 Mäusebussard, 2 Fasane, 1 Rotmilan

 

Augenscheinlich wurde der Schwarzwildbestand reduziert, wohl aufgrund der hohen Strecken in den Vorjahren. Kai-Uwe Lenius betonte dennoch, eine weitere konsequente Bejagung zu verfolgen, um übermäßige Wildschäden zu vermeiden. Aber auch angesichts der ASP sowie der Aujezkyschen Krankheit. Letztere wurde im Rahmen des Schwarzwild-Monotorings wieder bei ca. 20% der untersuchten Stücke festgestellt. Im Detail entfallen bei der Schwarzwildstrecke ca. 93% auf Frischlinge und Überläufer, ca. 7% auf die Altersklasse. Mit 60% ist der Frischlingsanteil deutlich zu gering. 

 

Beim Rehwild befinden wir uns im zweiten Jahr des dreijährigen Abschussplanes, welcher insgesamt 1 442 Stück vorsieht. Bisher kamen 619 Stück Rehwild zur Strecke und somit sind nur ca. 57% des dreijährigen Abschussplanes erfüllt. Das Geschlechterverhältnis verteilt sich auf 51% weiblich, 49% männlich sowie Jugend- zu Altersklasse 61% zu 39% und entspricht somit den Hegerichtlinien. Die Verkehrsopferrate ist mit 18% leicht gesunken.

 

Die Fuchsstrecke ist im Vergleich zum Vorjahr wieder auf normalem Niveau. Der Waschbärbesatz hat sich offensichtlich stabilisiert, wobei sich mittelfristig Jäger sowie Bevölkerung auf diesen Zuwanderer einstellen müssen. 

 

Der Hasenbesatz liegt weiter auf niedrigem Niveau und es wird wie auch bei den Wildkaninchen keine Verbesserung der Besätze zu erwarten sein.

 

Die Nutria ist im Vormarsch und wird uns vor weitere jagdliche Aufgaben wie Fallenjagd und Elternschutz stellen.

 

Bei Enten, Gänsen, Krähen, Elstern sowie Tauben ist der Besatz stabil bzw. steigend.

 

Unter Verschiedenes gab Kreisjägermeister Lenius noch folgendes bekannt:

 

  • Die diesjährige Jagdprüfung, zu der sich 15 Teilnehmer angemeldet haben, beginnt am 29.05.2019 mit der Schießprüfung. Die mündliche- und praktische Prüfung findet am 15.06.2019 in Salzgitter-Heerte statt.
  • Durchgeführt ist eine kleine Novelle des niedersächsischen Jagdrechtes. Dies betrifft die Einführung eines Schießnachweises für Bewegungsjagden, die Aufhebung des Elternschutzes beim Nutria sowie die Anforderung an die Waffenaufbewahrung zu verschärfen. Waffenschränke sollen wohl mit einem Zahlenschloss versehen werden, allerdings sind wieder Übergangs- und Bestandsschutzregeln vorgesehen.
  • Aus aktuellem Anlass sollen Wolfssichtungen beim Wolfsbeauftragten Herrn Wellhausen, bei der Jagdbehörde bzw. beim Umweltamt gemeldet werden.

Sehr geehrte Damen und Herren, 

 

wie Ihnen sicherlich nicht entgangen ist, erhält die invasive Tierart der Nutria zunehmend die Aufmerksamkeit der Landwirte, Jäger und auch des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (kurz: ML). Die Population hat sich in Niedersachsen in den vergangenen Jahren stark vermehrt und für erhebliche Schäden an Deichen, Böschungen, Feldfrüchten etc. gesorgt. 

 

Es wird daher das Ziel angestrebt, die Bejagung der Nutria zu verstärken. Das ML hat die dazu umzusetzenden Maßnahmen mit Runderlass vom 07.12.2018, Nds. MBl. 43/2018, S. 1500 f., konkretisiert. Im Wesentlichen möchte ich Sie auf folgende Punkte hinweisen: 

-        Die Jägerinnen und Jäger haben für eine ausreichende Bejagung der Nutria zu sorgen. Unterbleibt diese, obliegt es den Jagdbehörden, die Bejagung anzuordnen. In diesem Fall benötigen die beauftragten Jägerinnen/Jäger bzw. Fängerinnen/Fänger keine Jagderlaubnis. Die Kosten sind von dem/der Jagdausübungsberechtigten zu tragen.

-        Für die Jagd in Schutzgebieten kann die untere Naturschutzbehörde nach Maßgabe der Naturschutzgesetze eine Befreiung gewähren. 

-        In Gebieten mit Biber- oder Fischottervorkommen benötigen die Nutriafänger/innen eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung für den nicht beabsichtigten Beifang in Lebendfangfallen. Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen an die untere Naturschutzbehörde der Stadt Salzgitter. 

-        Hinsichtlich der weiteren Bestimmungen verweise ich auf das Niedersächsische Ministerialblatt Nr. 43/2018, S. 1500 f. (siehe Anlage).

 

Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Mitpächter und Jagdausübungsberechtigten weiter. 

 

Für Fragen zu dem Thema Nutria stehen Ihnen die untere Naturschutzbehörde wie auch die Jagdbehörde der Stadt Salzgitter gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag 

 

Marieke Moritz

Untere Jagdbehörde

Stadt Salzgitter

 

Telefon:

0 53 41 / 839-3241

Fachdienst BürgerService und Ordnung

 

Fax:

0 53 41 / 839-4935

Marieke Moritz

 

E-Mail:

Marieke.Moritz@stadt.salzgitter.de

Joachim-Campe-Straße 6-8

 

Internet:

www.salzgitter.de

38226 Salzgitter

 

 

 

 

 

Nachhaltige Nutzung von Wildbälgen

Wohin mit den Bälgen von Fuchs, Waschbär, Marderhund und Co.? In jedem Jahr kommt reichlich Raubwild zur Strecke, welches größtenteils "in der Tonne" landet. 


Daher hat das DJV-Präsidium entschieden, die Nutzung von Bälgen aus der Jagd aktiv zu fördern. Der Deutsche Jagdverband und der Landesjagdverband Baden-Württemberg haben gemeinsam die Fellwechsel GmbH gegründet.


Die Fellwechsel GmbH ist eine Abbalgstation, die aber nur von Zulieferungen von uns Jägerinnen und Jägern existieren kann.


So hat die Jägerschaft Salzgitter eine Sammelstelle eingerichtet, bei der man ab sofort erlegtes Raubwild abgeben kann.


Füchse, Waschbären, Marderhunde, Stein- und Baummarder, Iltis, Nutria, Mink und Bisam werden im Kern angenommen.


Es sollte darauf geachtet werden, dass qualitativ hochwertige Felle hauptsächlich während der Wintersaison (Mitte November bis Mitte Februar) gewonnen werden. Der Rückenbereich sollte unversehrt sein, d.h. frei von größeren Löchern, Räude- Ranz- oder Bissspuren. Zudem ist darauf zu achten, dass das Raubwild sich bei der Jagd nicht im Haarwechsel befindet.


Bastian Lehmann hat sich bereiterklärt, als Obmann für dieses Projekt (Balgbeauftragter) zu fungieren. Die JS SZ hat eine Gefriertruhe angeschafft und steht nun auf dem Hof von Bastian Lehmann, Landstraße 12, 38229 Salzgitter-Calbecht.


Alternativ können die Tierkörper auch bei Dietmar Brandt, Lesser Straße 5a in Reppner verwahrt werden.


Der Tierkörper sollte nach der Erlegung möglichst schnell und platzsparend verpackt und unbedingt mit dem Herkunftsnachweis versehen werden, um die Herkunft der Felle aus der nachhaltigen, heimischen Jagd zu dokumentieren. Es empfiehlt sich, das erlegte Tier eingerollt in einem Plastiksack in einem mittelgroßen Eimer hineinzulegen. Dann sollte der Sack möglichst eng verschlossen werden. Der ausgefüllte Herkunftsnachweis sollte in eine durchsichtige Plastiktüte gesteckt werden, sodass von außen sofort erkennbar ist, um welches Tier es sich handelt. Beides wird mit einem Kabelbinder verbunden und verschlossen und in der Sammelstelle abgegeben.


Die Formulare für Herkunftsnachweis und Lohnarbeit sowie die Preislisten für Bälge und Ankaufpreise können mit den nachfolgend aufgeführten Links ausgedruckt werden.


https://fellwechsel.org/wp-content/uploads/2018/11/Herkunfstsnachweis-_ausfüllbar_1118.pdf


https://fellwechsel.org/wp-content/uploads/2017/11/Preisliste-Bälge.pdf


https://fellwechsel.org/wp-content/uploads/2018/07/Formular-Lohnarbeit_ausfüllbar_0718.pdf


https://fellwechsel.org/wp-content/uploads/2017/11/Ankaufspeise-ab-Saison-2018_2019.pdf

 

Text und Foto: Marion Parusel


Gebühren für Trichinenuntersuchung wegen ASP gesenkt

Die Veterinärbehörde für den Landkreis Goslar und die Stadt Salzgitter hat die Untersuchungsgebühr für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild für den Zeitraum vom 20.01. bis 31.12.2019 auf 5 € gesenkt. Damit wird die verstärkte Schwarzwildbejagung unterstützt, zu der sich die Jägerschaften Goslar, Seesen und Salzgitter in einer Absichtserklärung bekannt haben. Voraussetzung für die Gewährung der Vergünstigung ist, dass das Schwarzwild im Landkreis Goslar oder der Stadt Salzgitter erlegt wurde und dieses auf dem Wildursprungsschein vermerkt ist.

 

Die Vergünstigung wird nur bei Selbstentnahme der Probe gewährt. Bei Probenentnahme durch einen Veterinär fallen weiterhin die vollen Untersuchungskosten in Höhe von 10 € an.

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31.03.2019 - 07.09.2019

Hundelehrgang

Kurs ist bereits ausgebucht.


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