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Naturschutz

Meister Adebar kann kommen

Wo sind all die Störche? Diese Frage stellte sich Dietmar Brandt  von der Jägerschaft Salzgitter vor einigen Jahren. In seiner Kindheit konnte er sie immer auf den Feldern seines Heimatortes beobachten.

Die Idee, Weißstörche wieder in unserer Gegend zu beheimaten, setzte Dietmar Brandt 2010 dann auch  in die Tat um.  Mittlerweile sind 10 Jungstörche ausgeflogen und so kann man seit einigen Jahren wieder das Klappern der Störche in der Nähe von Reppner hören.

Warum nicht ein zweites Nest? Auch diesen Wunsch hat sich die Jägerschaft Salzgitter rund um Dietmar Brandt erfüllt.

Ohne fleißige Helfer kann so ein Projekt nicht stattfinden. So freute sich die Jägerschaft Salzgitter über die Spende des Lärchenstammes aus dem Jagdrevier Lesser Holz sowie über die Zusage der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch, die das Nest in aufwendiger Arbeit aus Eiche und Stroh angefertigt hat. Aber auch viele Jäger und die Jugendfeuerwehr Lesse  haben diese Aktion tatkräftig unterstützt.

Wichtig ist es, den geeigneten Lebensraum für die Störche und ihren Nachwuchs zu finden. Störche lieben Wiesen und Feuchtgebiete, d. h. freie Flächen, Landschaften, die regelmäßig von Wasser bedeckt sind. Hier können sie sich nach Herzenslust von Fröschen, Würmern, Mäusen, Fischen und desgleichen ernähren. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Naturschutz- und Wasserbehörde der Stadt Salzgitter konnte hierfür eine Jägerschaftsfläche in Lesse als Standort genutzt werden.

Nun heißt es abwarten. Die Erfahrung zeigt, dass Störche in zwei bis drei Jahren ein Nest in Beschlag nehmen, aber vielleicht klappert ja schon im nächsten Jahr der Nachwuchs mit seinen Eltern um die Wette.

Text und Foto: Marion Parusel

Weitere Bilder befinden sich in der Fotogalerie

Drohnenpilotin Nadine Vollbrecht vom Nabukreisverband GS und Reinhard Körner (Jägerschaft SZ)

Rehkitz-Rettung mit Drohne

Zum Schutz von Rehkitzen während der Heu- und Silageernte im Frühjahr ergreifen Landwirte und Jäger diverse Maßnahmen. Dazu gehören das Aufstellen von Scheuchen, das Absuchen und Beunruhigen der Mahdflächen und das voherige Mähen von kleinen Teilflächen. Diese Maßnahmen erscheinen besonders vielversprechend, wenn sie am Vorabend der Mahd durchgeführt werden, um die Ricken zu motivieren, ihre Kitze aus der zu mähenden Fläche zu führen. Sie bieten aber keine 100 %ige Sicherheit, sodass es leider immer wieder vorkommt, dass Rehkitze trotzdem ausgemäht werden.

Erfreulicherweise gibt es in unserer Region neuerdings eine weitere Möglichkeit Rehkitze während der Mahdsasion zu schützen. Der Nabu-Kreisverband Goslar verfügt über drei Drohnen mit Wärmebildkameras, die dazu in der Lage sind Kitze im kühlen Gras zu entdecken, obwohl sie sich drücken. Dafür müssen die Einsätze am frühen Morgen beginnen, damit die Temperaturdiffenrenzen möglichst groß sind. Dies führt zu den schärfsten Bildern und wenigsten Fehldetektionen.

Gefundene Kitze werden entweder an ihrem Liegeplatz deutlich gekennzeichnet und mit einem Wäschekorb abgedeckt, sodass die Landwirte um sie herummähen können und die Kitze ihre Position nicht verlassen. Oder die Kitze werden ohne geruchliche Beeinträchtigung aus der Fläche hinausgebracht und dort zu ihrem Schutz abgedeckt. Da der Kontakt zu dem Kitz einer Aneignung im Sinne des Jagdrechts gleichkommt, ist die Anwesenheit eines Jagdausübungsberechtigtem (Jagdpächter, -Eigentümer) zwingend erforderlich. Dieser ist weiterhin dafür verantwortlich die Kitze zeitnah nach Ende der Mäharbeiten wieder freizulassen.

 

Bei Interesse würde sich der Nabu-Kreisverband Goslar über eine Kontaktaufnahme freuen:

Tel.: 05321/4693682

Verantwortlicher: Torsten Schmidt (mobil: 01706776474)

Der Einsatz findet rein ehrenamtlich statt und ist für Landwirte und Jagdausübungsberechtigte kostenlos. Termine werden meist kurzfristig abgestimmt und vergeben.

Im Übrigen sei angemerkt, dass die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Salzgitter zur nächsten Saison (2020) ebenfalls eine Drohne beschaffen möchte.

Text und Bilder: Johannes Wüstemann

Förderantrag für Blühmischungssaatgut über Kreisjägerschaft

  •  Bitte beachten: In der Kreisjägerschaft Salzgitter werden nur Anträge berücksichtigt, die bis einschließlich zum 15.4. beim zuständigen Hegeringleiter eingegangen sind. Den im Antrag genannten Selbstbehalt übernimmt die Kreisjägerschaft Salzgitter für ihre Mitglieder.

Greening-Preis 2018

Die Jägerschaft des Bezirkes Braunschweig und das Niedersächsische Landvolk Braunschweiger Land haben auch in diesem Jahr den Greening-Preis an Landwirte für ihr besonderes Engagement zur wildtierfreundlichen Gestaltung der Agrarlandschaft verliehen.


Für die diesjährige Preisverleihung stellte der 1. Vorsitzende der Jägerschaft Salzgitter  Dietmar Brandt als Austragungsort seinen Hof freundlicherweise zur Verfügung.


Durch die Ausschreibung des Greening-Preises soll ein Anreiz geschaffen werden, den Naturschutz zu fördern. An dieser Aktion konnten sich alle Landwirte der Region beteiligen.


Seit dem 1. April 2015 gilt die Europäische Greening-Ordnung für alle Landwirte. 5% der bewirtschafteten Ackerflächen müssen als bevorzugte Flächen mit Blühstreifen angebaut sein. Mittlerweile umfasst das Greening bundesweit 500 000 ha, das bisher größte erzielte Naturschutzprojekt.


Das Bewusstsein für die Natur hat sich insbesondere bei den Landwirten, aber auch bei den Jägern verändert.


So setzten sich Landwirte für die Anlage von Blühstreifen, Ackerbrachen und artenreichem  Zwischenfruchtanbau, aber auch für Streuobstwiesen mit Apfel-, Kirsch- oder Birnbäume und für Hegebüsche für die späte Nahrung des Jahres ein. 


Eine Kulturlandschaft von der unsere Insekten- und Tierwelt profitert. Die Bestäuberinsekten sorgen für eine blühende Landschaft auf Feldern und Wiesen, zu sehen an zahllosen Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln und tragen dazu bei, dass wir bis zu zehn Prozent mehr Ackerfrüchte haben.


Aber auch das heimische Wild fühlt sich hier wohl, dies zeigen Verbissspuren und Losung. Sie dient dem Wild als Zufluchts- und Aufzuchtort und ist gleichzeitig eine wesentliche Nahrungsquelle  und Lebensraum für jegliche Insekten und Vögel, wie Fasan und Rebhuhn.


11  Landwirte aus der Region beteiligten sich an dieser Aktion, zu der Angaben zum Betrieb, Flächengröße sowie Saatmischung eingereicht werden mussten.


Keine leichte Entscheidung für die Jury, einen Gewinner zu benennen, da alle eingereichten Bewerbungen hervorragend erfüllt wurden. Somit haben alle einen Sack Saatgut als Preis erhalten.


Mit einem kleinen Vorsprung durfte Bernd Becker, 1. Vorsitzender der Jägerschaft Wolfenbüttel, den 1. Preis, den Goldenen Fasan, dem Landwirt Christiaan Heitmüller, Salzgitter Güterverwaltung GmbH überreichen.


Nachfolgend die gesamten Preisträger:


Ulrich Staats, Lengede - Hans-Jürgen Reuer, Cremlingen - Konrad Segger, Cremlingen - Dr. Gunnar Breustedt, Goslar - Matthias Johns, Leinde - Bernd Weber-Schönian, Cremlingen - Bernd Wrede, Salzgitter-Üfingen - Martin Kowalewsky, Goslar - Wilfried Papendieck, Goslar - Erich-Christian Wolters, Lengede


Ein großes Dankeschön geht an den 1. Vorsitzenden der Jägerschaft Salzgitter Dietmar Brandt für die Bereitstellung seines Hofes, an die Jagdhornbläser der Jägerschaft Salzgitter, die mit Signalen und Märschen die Veranstaltung stimmungsvoll umrahmten, an Frank Dombrowsky vom Lichtenberger Hof für den kulinarischen Genuss, an Joachim Lüders von der Jägerschaft Salzgitter für die Informationen zum Infomobil sowie an Silke Könnecker vom Landvolk Braunschweig für die Organisation dieser Veranstaltung.

Text und Foto: Marion Parusel

Unsere Natur

Landwirtschaft, Jägerschaft, Insektensterben, Pestizide sind nur einige Beispiele für Schlagwörter, die in aller Munde sind.

 

Sowohl der Ruf der Landwirtschaft als auch der Jägerschaft ist nicht der Beste. Jäger sind Tiermörder, Landwirte verpesten die Umwelt, so die verankerte Meinung in der Bevölkerung.

 

Das Bewusstsein für die Natur hat sich insbesondere bei den Landwirten, aber auch bei den Jägern verändert. 

 

 Dietmar Brandt, Jäger, 1. Vorsitzender der JS SZ, Landwirt und seit zwei Jahren Imker setzt sich seit einiger Zeit für die Anlage von Blühstreifen, Ackerbrachen und artenreichem Zwischenfruchtanbau ein. Aber auch für Streuobstwiesen mit Apfel-, Kirsch- oder Birnbäumen, die mit ihrer Blüte im Frühjahr speziell für unsere Insekten für Nahrung sorgen und für Hegebüsche für die späte Nahrung des Jahres. Hierfür ist es wichtig, dass Landwirte und Jäger miteinander kooperieren. So sponsert die JS SZ beispielsweise den Landwirten  Blumensamen.

 

Eine Kulturlandschaft von der unsere Insekten- und Tierwelt profitert. Die Bestäuberinsekten sorgen für eine blühende Landschaft auf Feldern und Wiesen, zu sehen an zahllosen Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln und tragen dazu bei, dass wir bis zu zehn Prozent mehr Ackerfrüchte haben.

 

Aber auch das heimische Wild fühlt sich hier wohl, dies zeigen Verbissspuren und Losung. Sie dient dem Wild als Zufluchts- und Aufzuchtort und ist gleichzeitig eine wesentliche Nahrungsquelle  und Lebensraum für jegliche Insekten und Vögel, wie Fasan und Rebhuhn.

 

Eine Nahrungsquelle die hier ihren Kreislauf schließt. Kleinstinsekten finden Nahrung, Bienen Nektar für den Honig und auch größere Tiere können sich an der Vielfalt bereichern.

 

Wir Menschen erfreuen uns an der Blütenpracht. Um das ökologische Gleichgewicht der Natur weiterhin zu stärken, sollten wir alle ein wenig über unser Verhältnis zur Natur nachdenken. Wir alle können dazu beitragen, dass wir uns wieder mehr an unsere heimischen Vögel, Schmetterlinge , Hummeln und Bienen erfreuen können. Nicht jeder Vorgarten muss aus Beton bestehen, und in unseren Gärten dürfen gerne ein paar Wildkräuter und -blumen wachsen. Aber auch ein Insektenhotel, eine Überwinterungshilfe für Insekten, kann im  Garten ohne großen Aufwand, bereitgestellt werden.

 

Text und Fotos: Marion Parusel

Weitere Bilder in der Fotogalerie hinterlegt

Bastian Lehmann (Jagdpächter), Andreas Stecher (Landwirt), Axel Kornblum (Hegebuschbeauftragter Jägerschaft Salzgitter) von links nach rechts
Teilnehmer des aktuellen Jungjägerkurses

Waldrandbepflanzung in Calbecht

Der Landwirt Andreas Stecher hat in Zusammenarbeit mit dem anerkannten Naturschutzverband der Jägerschaft Salzgitter ca. 1 000qm Waldrand am Fischers Wäldchen in Calbecht bepflanzt. Unterstützt wurde diese Aktion von den Jagdpächtern Günter Holzberg, Henner Stecher, Bastian Lehmann  unter der Leitung des Hegebuschbeauftragten der Jägerschaft Salzgitter Axel Kornblum.

 

Teilnehmer des aktuellen Jungjägerkurses ließen es sich nicht nehmen, die Bepflanzung tatkräftig zu unterstützen und konnten so ihr frisch erlerntes Wissen in der Praxis vertiefen. 

 

Pfaffenhütchen, Schwarzer Holunder, Roter Hartriegel, Gewöhnlicher Schneeball, Wildapfel und -birne bieten den Vögeln, Insekten und Amphibien Lebensraum, d.h. sowohl Schutz als auch Nahrung. Eine nachhaltige Hegemaßnahme, die das Äsungsangebot langfristig verbessert. 

 

In ein paar Jahren werden die Pflanzen gewachsen sein und Früchte tragen. Bis dahin muss dieses neu entstandene Biotop von den Landwirten und Jägern gehegt und gepflegt werden. Dazu gehört u.a., die Pflanzen regelmäßig auf den Stock zu setzen, um gerade im unteren Bereich den Wachstum der Hecke zu fördern. Eine Maßnahme, genügend Deckung für die Tierwelt zu erhalten.

Text und Fotos: Marion Parusel