Aufgrund der aktuellen Wetterlage: Landesjägerschaft bittet um Verantwortungsbewusstsein und für situationsbezogene Entscheidungen
Angesichts der aktuell in weiten Teilen Niedersachsens vorherrschenden winterlichen Witterungsbedingungen, die in einigen Regionen auch zu extremem Verhältnisse führen, bittet die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. um besondere Umsicht, Verantwortungsbewusstsein und konsequent situationsbezogene Entscheidungen bei der Jagdausübung vor Ort.
Grundsätzlich sind Wildtiere auch an winterliche Bedingungen angepasst. Insbesondere wiederkäuendes Schalenwild reduziert in dieser Zeit seinen Stoffwechsel und beschränkt seine Aktivitäten auf das Notwendigste. Allerdings stellen die aktuell extremen Witterungsbedingungen in einigen Regionen Niedersachsens mit anhaltenden Frostperioden, Schneeverwehungen, verharschten Schneedecken sowie eingeschränkten Äsungsbedingungen für viele Wildarten auch wildbiologisch eine außerordentliche und besondere energetische Belastung dar. Vor diesem Hintergrund sind ungestörte Ruhephasen in dieser Zeit besonders wichtig – vermeidbare Beunruhigungen führen zu einem erheblich erhöhten Energieverbrauch.
Die Bewertung der Situation erfolgt vor Ort: Schneehöhe, Schneeverharschung, Frostintensität, Äsungsangebot und bisherige Störungen sind dabei wichtige Kriterien. Ebenso eine tagesaktuelle Bewertung der Witterungs- und Revierverhältnisse, die Bereitschaft Jagdformen anzupassen oder auszusetzen.
Wir setzen dabei auf die fachliche Expertise, Kompetenz und die Erfahrung vor Ort, die sich selbstverständlich an den Kriterien der Waidgerechtigkeit und des Tierschutzes ausrichtet. Jagdliche Eigenverantwortung lebt von der Fachkenntnis der Jägerschaft – und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, mitunter auch durch bewusstes Unterlassen.
