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Naturschutz

Hegebusch bei Wiebrechtshausen

Hegebuschaktion in der Feldmark Wiebrechtshausen

In einer gemeinschaftlichen Aktion wurde ein Hegebusch und ein Wildacker bzw. eine Blühfläche auf einer Gesamtfläche von über 5 ha angelegt. Die Fläche befindet sich auf dem Klosterkammergut Wiebrechtshausen, welches von der KWS gepachtet ist. Herr Axel Altenweger ist hier Betriebsleiter und bewirtschaftet das Gut nach Naturland Richtlinien ökologisch. Die Idee entstand zwischen Herrn Altenweger und Herrn Christian Lodder, dem Jagdpächter des Eigenjagdbezirkes Wiebrechtshausen. Im März 2015 wurde ein Hegebusch mit 4175 Pflanzen auf einer Fläche von 0,72 ha angelegt . Hierdurch wurde ein 10 Jahre alter Hegebusch um 270 m verlängert. Der Hegebusch wurde mit 580 lfd.m Wildzaun vor Verbiss-und Fegeschäden, die durch  Rehwild entstehen könnten, geschützt. Der Zaun wurde von Herrn Altenweger kostenlos bereitgestellt und von den Wiebrechtshäuser Jägern errichtet. Einige empfindliche Baumarten wurden zudem mit Einzelschutz gegen Mäuse versehen. Der Zaun soll in 5 Jahren zurückgebaut werden. Gleichzeitig wurde eine Fläche von ca. 5 ha mit einer Saatmischung aus Klee, Luzerne, Sonnenblumen ….. bestellt. Die Flächen wurden von Herrn Altenweger kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch den extrem trockenen Frühsommer drohten die Hegebuschpflanzen zu vertrocknen. Deshalb wurden sie mehrfach von den Wiebrechtshäuser Jägern gewässert. Hierzu stellt Herr Altenweger einen Traktor mit Wasserfass zur Verfügung. Im Herbst wurden Julen für Greifvögel errichtet, die gegen den Mäusedruck helfen sollen. Die Pflanzen sind dank der guten Pflege zu 95 % angewachsen. Somit kann das Projekt bis heute als Erfolg gewertet werden. Rehwild ist in der Brachfläche ganztägig zu beobachten. Im frühen Herbst suchten Schwärme von Finken und Meisen die Fläche auf. Ziel des Projektes ist es, einen Biotopkorridor in einer sehr großen ungegliederten Ackerfläche zu schaffen. Bodenbrütenden Vögeln einen geschützten Raum zu geben, um ungestört ihre Nachzucht groß zu ziehen. Vor allem für Rebhühner, die leider seit Jahren verschwunden sind, ein geeignetes Habitat zu schaffen. Im Frühjahr 2015 konnten erstmals wieder Rebhühner gesichtet werden, was auf die Bemühungen der letzten Jahre zurückzuführen ist. Diesem Projekt sollen noch weiter folgen. Die fachliche Beratung erfolgte durch den Naturschutzobmann der Jägerschaft Northeim, Hermann Beismann, der auch die Bezuschussung des Pflanzgutes durch die Landesjägerschaft Niedersachsen (75%) einleitete.