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Bokeler Jägerinnen und Jäger legen Hegebusch für mehr Artenvielfalt an

Bei leichtem Nieselregen trafen sich die Jägerinnen und Jäger des Reviers Bokel, um gemeinsam einen neuen Hegebusch auf einer rund 900 Quadratmeter großen Fläche anzulegen. Trotz des grauen Wetters war die Motivation groß!

Bei leichtem Nieselregen trafen sich die Jägerinnen und Jäger des Reviers Bokel, um gemeinsam einen neuen Hegebusch auf einer rund 900 Quadratmeter großen Fläche anzulegen. Trotz des grauen Wetters war die Motivation groß: Mit der Pflanzaktion leisten die Beteiligten einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz in der heimischen Landschaft. Bemerkenswert war dabei auch die Altersstruktur der Helferinnen und Helfer – sie reichte von 8 bis 88 Jahren und zeigte eindrucksvoll, dass Engagement für Natur und Landschaft generationenübergreifend gelebt wird.

Bevor die eigentlichen Pflanzarbeiten beginnen konnten, musste zunächst unerwartet auf der Fläche gelagertes Erdreich umgelagert werden. Dieses wurde zu einem Erdwall aufgeschüttet. Am Fuß des Walls stapelten die Helfer zusätzlich liegendes Totholz auf. Solche Strukturen bieten künftig zahlreichen Tierarten wertvolle Lebensräume – etwa Insekten, Amphibien, Reptilien oder Kleinsäugern, die dort Unterschlupf und Rückzugsorte finden.

Im Anschluss wurden verschiedene heimische Gehölze gepflanzt. Dazu zählen unter anderem Wildapfel und Süßkirsche sowie weitere standorttypische Sträucher und Bäume wie Wildrosen und Rotfichten. Ein Teil der Fläche wurde außerdem als Streuobstbereich mit alten Obstsorten angelegt. Diese traditionellen Sorten gelten oft als robuster und weniger krankheitsanfällig und tragen gleichzeitig zum Erhalt der
genetischen Vielfalt alter Obstsorten bei.

Bereits vorhandene Strukturen und Pflanzen wie Holunder und Stechpalme wurden bewusst erhalten und in die neue Pflanzung integriert. So bleiben bestehende Lebensräume erhalten und werden gleichzeitig
ökologisch aufgewertet. Die unterschiedlichen Gehölze werden künftig vielen Tierarten Nahrung, Deckung und Rückzugsräume bieten. Besonders für Niederwild, Singvögel und Insekten entstehen damit wertvolle neue Lebensräume.

Damit sich die jungen Pflanzen in den ersten Jahren ungestört entwickeln können, wurde der neu angelegte Hegebusch zusätzlich eingezäunt. Der Zaun dient als Verbissschutz und soll verhindern, dass Wild an den jungen Trieben und Knospen Schäden verursacht, bis sich die Gehölze ausreichend etabliert haben.

Ein besonderer Dank gilt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die das Projekt großzügig unterstützt und damit die Umsetzung der Pflanzmaßnahme ermöglicht hat. Ebenso danken die Beteiligten dem Landwirt Carsten Klarmann, der die Fläche sowie Maschinen für die Arbeiten zur Verfügung stellte. Mit solchen Initiativen leisten Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region.

Text und Bild: Stephan Reiners