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Jungjäger pflanzen Büsche

Naturschutz kennt kein schlechtes Wetter. Das stellten zwölf Teilnehmer des diesjährigen Jungjägerkurses unter Beweis. Mehr ..

Bild: Hans-Ulrich Kruse

Bild: Hans-Ulrich Kruse

Bild: Hans-Ulrich Kruse

Statt den 1. Advent mit Keksen und bei Kerzenschein am warmen Ofen zu verbringen, zog es den Jungjägerkurs der Jägerschaft Soltau bei Regen und Kälte in die freie Natur. Sie hatten sich vorgenommen, unter Leitung des Obmanns der Jägerschaft für Naturschutz, Hans-Hermann Engelke, einen Biotop durch Anpflanzen von Büschen aufzuwerten. Die Fläche von knapp einem Hektar in der Gemarkung Schülern wurde von Rudolf Ennig zur Verfügung gestellt. In weniger als zwei Stunden hatten die zwölf Jagdscheinanwärter 250 Weißdorn, 50 Pfaffenhütchen und 50 Schneeball auf etwa einem Drittel der Fläche gepflanzt. Diese Büsche, die zum Teil bis zu sechs Meter hoch werden können, bieten Insekten, Singvögeln und Hase und Co. Unterschlupf und Nahrung. Besonders die Früchte des Schneeball werden von Seidenschwänzen, die aus Nordskandinavien und Russland bei uns überwintern, gern angenommen. Der Naturschutzbeauftragte hatte bereits öfter Schwärme dieser Singvögel in der Umgebung beobachtet. Das Pflanzgut finanzierte die Jägerschaft Soltau. Später soll die gesamte Fläche zur Biotopverbesserung mit Büschen bepflanzt werden. Hans-Hermann Engelke bemerkte dazu: „Ich erhoffe mir von dieser Aktion, dass die angehenden Jäger sich später einmal selbst in ihren Hegeringen oder Revieren für aktiven Naturschutz einsetzen werden.“ Cord Winkelmann, Leiter des benachbarten Hegerings Heber, und Andreas Kirschke gaben tatkräftige Unterstützung. Beim anschließenden Grillen sprach Joachim Heins, Hegeringleiter Schneverdingen, seinen Dank und Anerkennung aus.   

 

Hans-Ulrich Kruse