„Beim Weidenbaum, im kühlen Tann, da flattern die Dohlen und Raben“ so heißt es zumindest in Mahlers „Das Klagende Lied“. Ersetzen wir den kühlen Tann durch den Schulwald in Lauenbrück und die Dohlen und Raben durch Steinadler und Hund, befinden wir uns in einer weiteren Ausgabe des Lernort Natur, der vom Hegering Lauenbrück, am vergangenem Freitag, für die rund 90 Schüler der dritten und vierten Klassen der Grundschule Lauenbrück ausgerichtet wurde.
Die Jäger des Hegeringes boten an acht Stationen wissenswertes rund um die heimische Flora und Fauna. Nach der musikalischen Einstimmung durch die Jagdhornbläser und die Begrüßung durch den Hegeringleiter Hubertus Steinke, ging es gruppenweise zu den Stationen. Hier gab es ein mit vielfältigen Präparaten der heimischen Tierwelt gefülltes Informationsmobil, Informationen über die Imkerei und die Bienen, sowie die Trophäen des heimischen Schalenwildes zu sehen.
Fünf weitere Stationen luden zum Mitmachen ein. So konnten sich die Schüler im Jagdhornblasen versuchen oder den Inhalt sog. Fühl-Eimern nur mit Hilfe der Hände ertasten. An einer weiteren Station konnten die Schalenabdrücke von Reh-, Dam-, Rot- und Schwarzwild in eine Knetmasse geprägt werden. Da lebende Tiere i.d.R. besondere Aufmerksamkeit bekommen, war die Station „Jagdhunde und deren Ausbildung“ besonders beliebt, da dort die vierbeinigen Jagdhelfer bei ihrer Arbeit beobachtet und natürlich auch gestreichelt werden konnten. An der letzten der acht Stationen konnten sich die Schüler über die Falknerei als immateriellen Weltkulturerbe informieren. Ein Steinadlerweibchen, dass der Falkner auf seinem Falknerhandschuh trug, beeindruckte die Schüler schon allein durch seine Größe. Hier wurden alle Fragen der Schüler zur Aufzucht, Ausbildung und zur Jagd mit dem Steinadler beantwortet.
Neben dem Informationsgehalt bot der Aufenthalt im Schulwald an diesem Freitag, an dem das Thermometer 38°C erreichte, sicher eine deutlich kühlere Atmosphäre als ein möglicher Unterricht im Klassenzimmer. Die Veranstaltung endete gegen Mittag, nach dem jeder Schüler zur Erinnerung ein Malbuch, sowie ein von der Baumschule Priebe gespendeten Lärchensetzling zum Einpflanzen in den heimischen Garten, quasi als grünes Band zur Natur, erhalten und die Jagdhornbläser des Hegeringes die Schüler und Lehrer musikalisch verabschiedet hatten.
