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Corona: Regelungen zur Jagdausübung

Die aktuelle Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 08. Juni 2020

 

Vorbehaltlich möglicher abweichender Regelungen in den Landkreisen:

+++ Jagdhornblasen +++

(18.06.2020) Jagdhornblasen im Freien vor dem Hintergrund der derzeit geltenden Corona-Restriktionen: Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat auf unsere Anfrage und nach Rücksprache mit dem MS-Lagestab Corona im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung folgende Auskunft zum Üben von Jagdhornbläsergruppen im Freien gegeben:Das Üben sowie das Musizieren im Freien ist gem. § 1 Abs. 5 c der derzeit gültigen Verordnung erlaubt. Bei vermehrt aerosolbildenden Tätigkeiten, z.B. beim Spielen von Blasinstrumenten, gilt aber ein erhöhtes Abstandsgebot.

+++ Jaghundeausbildung +++

(19.05.2020) JGHV: Prüfungsordnung „Notlösung Spurarbeit-Corona 2020“ beschlossen: Die dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie ließ eine Prüfung des Jagdgebrauchshundenachwuchses im Frühjahr 2020 nicht zu. Die PO „Notlösung Spurarbeit-Corona 2020“ regelt die Prüfung der jungen Hunde auf der Hasenspur, die Überprüfung des Lautes und der Schussfestigkeit im Zeitraum 16.7.2020 bis 15.11.2020. Die PO wird in den nächsten Tagen auf der Homepage des JGHV veröffentlicht und im Juniheft des Verbandsorganes „Der Jagdgebrauchshund“ abgedruckt.

Zur Pressmeldung des JGHV

+++ Wildbretvermarktung +++

(15.05.2020) Das Niedersäschische Landwirtschaftsministerium hat einen Erlass zur Vermarktung von Wildbret herausgegeben. Kern des Erlasses ist, dass Jägerinnen und Jäger ihr Wildbret und daraus hergestellte Erzeugnisse selbst vermarkten können. Dabei dürfen sie auch die Räumlichkeiten von anderen zugelassenen oder registrierten Lebensmittelunternehmen – zum Beispiel handwerklichen Fleischereien – nutzen bzw. deren Dienstleistung in Anspruch nehmen. Der Erlass beschreibt, dass Jägerinnen und Jäger andere Lebensmittelunternehmen beauftragen können, Produkte wie etwa Wurst aus dem erlegten Wild herzustellen. Diese Produkte dürfen die Jäger dann wiederum selbst vertreiben, wenn sie sich bei der zuständigen Veterinärbehörde als Lebensmittelunternehmer haben registrieren lassen.

Zur Pressemitteilung des Nds.Landwirtschaftsministeriums.

+++ Jagdhundeführerlehrgänge +++

(13.05.2020) Eine schriftliche Bestätigung steht noch aus, aber nach fernmündlicher Aussage des Krisenstabs zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, können in Niedersachsen ab sofort wieder Hundeführerlehrgänge im Freien unter folgenden Voraussetzungen durchgeführt werden:

Die nach der Nds. Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai 2020 vorgeschriebenen Mindestabstände sind einzuhalten. Für jede Übungseinheinheit ist eine stets aktuelle Teilnehmerliste zu führen, so dass mindestens für die letzten drei Wochen der Lehrgänge die Teilnahme namentlich dokumentiert werden kann.

+++ Jungjägerausbildung und –prüfung +++

(07.05.2020) Zusammenkünfte zur Wahrnehmung von Angeboten von privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich bleiben nach § 1 Abs. 5 Nr. 1 der „Corona-Verordnung“ zunächst zwar weiterhin unzulässig, ab 6. Mai sind hiervon abweichend aber die Vorbereitung auf und die Durchführung von Prüfungen zulässig, wenn die in § 1 Abs. 5 Satz 3-6 aufgeführten Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Jagdschulen gehören zu diesen privaten Bildungseinrichtungen. Vom Schutzzweck der Regelung wird aber auch die Ausbildung durch die Kreisgruppen der Landesjägerschaft erfasst. Entsprechendes gilt für die Abnahme der Jägerprüfung, selbst wenn diese nicht von der Bildungseinrichtung selbst sondern vom Landkreis hoheitlich durchgeführt werden.

+++ Betrieb von Schießständen +++

(07.05.2020) Schießstände weisen einen Doppelcharakter auf. Zum einen sind sie Sportstätten, die nach § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 der „Corona-Verordnung“ geschlossen und in denen Zusammenkünfte zunächst weiterhin verboten sind. Abweichend hiervon ist allerdings ab 6. Mai nach § 1 Abs. 8 der Verordnung die Nutzung privater Sportanlagen im Freien zur Ausübung von kontaktlosem Sport unter den in der Verordnung genannten Hygienevoraussetzungen, u.a. 2m Abstand, zulässig. Damit dürfen Wurftaubenstände und offene Schießbahnen zu Übungszwecken genutzt werden.
Zum anderen dienen die Schießstände im Interesse einer waidgerechten Jagdausübung dazu, Jagdwaffen an- und einzuschießen. Insoweit dürfen auch geschlossene Schießstände bzw. Schießkabinen auf offenen Schießbahnen für jagdliche Zwecke, also nicht für sportliches Übungsschießen, unter den allgemeinen Hygienevoraussetzungen genutzt werden. Entsprechendes gilt für die Ausbildung zur Jägerprüfung.

+++ Nutzung von Zweitunterkünften für  Jäger im Rahmen der Jagdausübung +++

(20.04.2020) Viele Revierinhaber, die nicht in der Nähe ihres Jagdbezirks wohnen, haben in Ortsnähe eine Zweitunterkunft (Jagdhütte, Ferienwohnung, Zimmeranmietung oder ähnliches). Hinsichtlich der kurzzeitigen Anmietung enthält § 1 Abs. 4 der Niedersächsischen Verordnung (VO) zur Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom 7. April ein Verbot für die Vermieter „Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen“. [*] Da die Jagdausübung die Wahrnehmung eines dinglichen Nutzungsrechts am Jagdbezirk darstellt und mit der Jagd die Pflicht zur Hege verbunden ist, sowie mit der Pflicht, Tierseuchen zu bekämpfen und Abschusspläne zu erfüllen, handelt es sich um keinen „touristischen Zweck“. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass nur die tatsächliche Jagdausübung, also die jagdliche Nutzung und die Erfüllung jagdrechtlicher Pflichten gewährleistet werden muss (Hege, Abschussplan, Seuchenprävention).

+++ Bundesregierung zur Notwendigkeit der Jagdausübung in Corona-Zeiten +++

(09.04.2020) Die Corona-Pandemie und damit verbundenen Restriktionen lähmen das öffentliche Leben in weiten Teilen. Auch für die Jagdausübung gelten grundsätzlich die geltenden Restriktionen. Allerdings nimmt die Jagdausübung eine Sonderrolle ein: Die Bundesregierung sieht eine Befreiung der Jäger von einer allgemeinen Ausgangssperre als gerechtfertigt an. In einem Schreiben an den Deutschen Jagdverband (DJV) betont das Bundesinnenministerium (BMI) Anfang April m2020: Jäger tragen zum Schutz der systemrelevanten Daseinsvorsorge bei. Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sich in einem ähnlich lautenden Schreiben gegenüber dem DJV geäußert. Daraus geht unter anderem hervor, dass der Jägerschaft "eine unzweifelhaft außerordentlich große Bedeutung" zukomme, wenn es um den Schutz der Land- und Forstwirtschaft vor Wildschäden gehe. Auch die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sei ein wichtiger Grund, Jäger von einer allgemeinen Ausgangssperre zu befreien.

Weitere Informationen: https://www.jagdverband.de/bundesregierung-bestaetigt-notwendigkeit-der-jagd

+++ Niedersächisches Landwirtschaftsministerium zur Notwendigkeit der Jagdausübung in Corona-Zeiten +++

(25.03.2020) Das Niedersächische Landwirtschaftministerium gibt klarstellende Hinweise zur Notwenwigkeit der Jagdausübung auch in Zeiten der Corona-Pandemie bekannt: Bei Bechachtung der allegemin gültigen Regelungen ist die Jagdausübung in Formen der Einzeljagd zulässig .