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News-Artikel

Erste Hilfe bei Jagdhunden

Seminar am 24.06.2017 durch Frau Iris Wohlfahrt und Frau Dr. Gesche Pinke

So tapfer

Frau Iris Wohlfahrt und Frau Dr. Gesche Pinke

Vertrauen und gute Zusammenarbeit

Erste-Hilfe- Seminar für Hundeführer und Vorstellung von Hundeschutzwesten

Am 24.06.2017 begrüßte Frau Iris Wohlfahrt ca. 50 Hundeführerinnen/Hundeführer, die Tierärztin Frau Dr. Gesche Pinke zum Thema Erste-Hilfe beim Hund und Herrn Walter Müller als Fachmann zum Thema Hundeschutzwesten im Hotel Harzer Hof in Scharzfeld.

Neben einigen Teilnehmern des Hundeführerlehrganges waren auch viele Gäste aus anderen Jägerschaften anwesend.

Frau Dr. Pinke referierte in ihrem 1,5 stündigen Fachvortrag in überzeugender Weise , wie wichtig die Erstversorgung am verunfallten Hund ist.

Zunächst ging sie darauf ein, wie ich überhaupt als Hundeführer erkenne, wann bei einem Hund möglicherweise ein Notfall vorliegt:

• Ist der Hund noch ansprechbar?

• Kommt er noch auf mich zugelaufen?

• Innere und/oder äußere Verletzungen?

• Wo fühle ich den Puls bei einem Hund, wenn ich einen Notfall habe?

• Atmet der Hund noch?

• Wie sehen die Schleimhäute aus?

Da Hunde mit schweren Verletzungen bzw. im Schockzustand möglicherweise völlig anders reagieren als normal, muss ich wissen, wie ich mich und auch evtl. Helfer vor Hundebissen schütze und auch den Hund selbst so sichere, dass er sich nicht weiter verletzen kann.

Zu den häufigsten Verletzungen, die Jagdhunde im Jagdbetrieb erleiden können, demonstrierte Frau Dr. Pinke an einem Parsonterrier und einem Weimaraner, wie eine Erstversorgung durchgeführt werden kann und mit welchen Mitteln diese noch im Revier erfolgen sollte.

Die Vorstellung wurde sehr gekonnt und anschaulich vermittelt, sie ging vom Druckverband bis hin zum Schienen von Knochenbrüchen.

Neben der demonstrierten Erstversorgung wies Frau Dr. Pinke auch nachdrücklich auf einige Punkte hin, die bereits bei der Jagdplanung vom Revier oder Jagdleiter beachtet werden sollten: Tierarzt mit als Jagdgast einladen und an zentrale, erreichbare Stelle setzen , Telefonnummern der nächsten dienstbereiten Tierarztpraxen, Telefonnummern von ortskundigen Anstellern bekanntgeben, die den Hundeführer mit seinem Hund aus dem Revier bringen, Revierkarten, die den Weg aus dem Revier weisen.

Sicher werden nicht alle Zuhörer als perfekte Ersthelfer die Veranstaltung verlassen haben, aber dank der ausgezeichneten Vorstellung von Frau Dr. Pinke werden wohl zukünftig mindestens Mullbinden, eine Rettungsdecke, eine Wasserflasche und möglicherweise „Jubin“ den Rucksack bei der Jagd füllen.

Der Vortrag von Herrn Walter Müller war ebenso anschaulich vorgebracht, unter anderem auch mit kurzen Filmen von Jagdhunden im Einsatz mit der Hundeschutzweste. Herr Müller hat dort seine eigenen Hunde zusätzlich noch mit einer kleinen Kamera ausgerüstet, so dass man sehen konnte, ob die Hunde evtl. auch gefährdet sind, durch das Tragen der Westen z.B. durch Hängenbleiben.

Iris Wohlfahrt

Hundeobfrau Jägerschaft Osterode am Harz