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Jagdhornblasen

Bild: Ines Göde (piclease)

Nachwuchs willkommen!

Lust, Jagdhorn zu blasen?

Das Horn einmal ausprobieren und die Grundbegriffe erlernen?

Hier gibt es die Möglichkeit für Interessierte jeden Alters, dies zu erlernen. Der Spass kommt nicht zu kurz!

Jäger, Jungjäger, Kinder, Jugendliche und Nichtjäger sind willkommen!

Kein eigenes Instrument? Bei uns gibt es eventuell (je nach Verfügbarkeit) ein Leihinstrument gegen eine geringe Gebühr (Kinder und Jugendliche kostenlos).

Wo und wann?

Donnerstags,
18:00 Uhr - 19:00 Uhr, Pfarrheim Kath. Kirche Heiliggeist, Dedestrasse, Oldenburg
(bislang: Junge Jäger, Jungjäger, Jäger, Kinder + Nichtjäger)

Neue Mitglieder sind sehr herzlich willkommen!

Wenden Sie sich an den Bläserobmann der Jägerschaft, Hans Rieger, unter eMail oder 0173.3878096.

Jagdhornblasen - ein Teil des jagdlichen Brauchtums

 

Jagdhörner sind in ihrer ursprünglichen Verwendung als Signalinstrumente für Signale bei Gesellschaftsjagden im Einsatz. Auf große Entfernungen konnten so Befehle und Hinweise gegeben werden. Heute gehört das Jagdhorn auch zum jagdlichen Brauchtum.

Schon im frühen Mittelalter (800-1000) war das weithin hörbare Jagdhorn beliebt und außerdem heilig: niemand, außer dem berechtigten Träger durfte es berühren, bzw. blasen.

Das Hiefthorn, auch Hifthorn oder lokal auch Zinke wurde als das wohl älteste Jagdhorn vom einfachen Jäger geblasen. Es wurde an einer Hornfessel getragen und war aus Büffel- oder Stierhorn gefertigt. Der aus dem Orient stammende Olifant wurde im 11. und 12. Jahrhundert von Edelleuten geblasen. Er war aus einem Elefantenzahn gefertigt, etwa drei bis vier Kilogramm schwer und wurde an der rechten Hüfte getragen.

Der Sauerländer Halbmond ist ein sichelförmiges Jagdhorn aus Messing, das heute noch von Brackenjägern geblasen wird.

Das heute gebräuchlichste Jagdhorn ist das fünftönige Fürst Pleßsche Jagdhorn in B. Es ist noch nicht 100 Jahre alt.

Das französische Parforcehorn ist ein großes Horn mit zwei Windungen und findet bei Parforcejagden Verwendung.

Im Gegensatz zu den größeren Hörnern, die jeweils an Hornfesseln oder umgehängt getragen wurden, kann das Clewingsche Taschenhorn in der Jackentasche getragen werden. (1)

Das kleine Horn, das Jagdhorn oder Fürst-Pless-Horn ist praktisch der Vorläufer der Trompete, einer Trompete ohne Ventile. Wenn man das Horn blasen kann, ist der Weg zur Trompete, dem Ventilhorn oder dem Parforce-Horn nicht weit.

Mit ein wenig Übung und Talent sind die fünf Töne recht schnell zu erlernen. Mit diesen fünf Tönen sind dann sämtliche bekannten Jagdsignale zu blasen, außerdem viele Fanfaren und Jagdmärsche.  

 

(1) Quelle: Wikipedia

Jagdhornbläsercorps Hubertus

Seit über 30 Jahren ist das Jagdhornbläsercoprs Hubertus Oldenburg bereits aktiv.

Eine Übersicht über die erfolgreiche Geschichte des Corps finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Die Übungsstunden finden folgendermaßen statt:

wann?
jeden Donnerstag
19:00 Uhr für Es-Hornanfänger
20:00 Uhr für Es-Hörner

wo?
Pfarrheim der Kath. Kirche Heiliggeist, Dedestrasse

Anmeldungen oder Anfragen bitte richten an Hans Rieger, Telefon 0441.502402 oder 0173.3878096. 

Unter den gleichen Nummern können auch Musikwünsche oder Ständchen bestellt werden, denn für kleine „Mucken“ sind wir immer bereit!

Hier geht es zu den Seiten des Jagdhornbläsercorps Hubertus Oldenburg.

30 Jahre Jagdhornbläsercorps Hubertus Oldenburg

Als im Frühjahr 1985 ein Anfängerkurs für Jagdhornbläser angekündigt wurde, konnte niemand ahnen, dass daraus eine neue Bläsergruppe entstehen würde. An den ersten Übungsabenden aber schon zeigte sich nicht nur Masse, 18 Damen und Herren, sondern auch Klasse und vor allem Begeisterung. Im Herbst waren es dann schon 22 Hörner, und man beschloss, zusammen zu bleiben und eine neue Gruppe zu gründen. Hans Rieger, der Ausbilder, wurde auch zum Vorsitzenden gewählt und blieb es bis heute.  

Ein Jahr später fuhr man zum ersten Landeswettbewerb der Gruppe C und kehrte stolz mit der bronzenen Hornfesselspange zurück. Wir waren, wenn auch nur in weißen Hemden und grünen Hosen, nicht nur die größte Gruppe, sondern mit Abstand die lustigste. Über die B-Klasse 1988 qualifizierten wir uns vier Jahre später in der A-Klasse unter den besten Gruppen Niedersachsens für die Bundesmeisterschaft 1991 auf Schloss Kranichstein.  

Wir waren damit unter den besten 40 Jagdhornbläsergruppen Deutschlands angekommen. Für die Jagdmusik reichte vielen inzwischen das kleine B-Horn nicht mehr aus. Über die großen B-Hörner gelangte man bald zum Es-Horn. Da kam es gerade recht, dass bei den Es-Hörnern des bekannten Jagdhornbläsercorps Oldenburg, von denen seit 1980 die Hubertusmesse in der Christuskirche geblasen wurde, einige aufhörten. Schnell waren mehr als zehn große Hörner am üben. Über Seminare und Bläserwochenenden verbesserte sich der Kreis und ab 1993 wurden jährlich schon mehr als 4 Hubertusmessen von uns gestaltet. Mit dem Oldenburger Dachelklub nahmen wir am Kramermarktsumzug teil und hatten mehr als 20 andere Auftritte im Jahr, denn inzwischen hatte Hubertus mehr als 30 Mitglieder.  

Die Bläserwettbewerbe in Springe und Kranichstein waren zwar immer noch Höhepunkte, aber das Blasen von Jagdsignalen und Jägermärschen reichte bei vielen Auftritten nicht mehr aus. Es kamen nun auch offizielle Termine für die Stadt Oldenburg hinzu, die „Jever“- Brauerei sponserte uns Jacken für Kranichstein. Auftritt auf der „Expo“ in Hannover, Osterfeuer, Maibaumsetzen, Landpartie auf Schloss Gödens, Reitjagd des RFO, Weihnachten auf Schloss Gödens, im Laufe des Jahres gab es nun viele feste Termine. Das war natürlich nur zu bewältigen, weil die Begeisterung in der Hubertus-Gruppe anhielt und jede Stimme ausreichend besetzt war. Viele Auftritte werden seitdem auch als Quartett bestritten.  

2004 mussten wir dann von „unserem Pastor Hartwig Hinrichs“ Abschied nehmen, mit dem wir die Hubertusmessen in der Christuskirche begründeten, die jetzt seit 1998 in der Ohmsteder Kirche stattfinden, in diesem Jahr schon zum dreißigsten Mal in Oldenburg.

Ein Höhepunkt war 2005 der Auftritt beim „Defftig Ollnborger Gröönkohläten“ der Stadt in Berlin vor 250 prominenten Gästen, die zu unserer Musik „Heil dir, oh Oldenburg“ sangen. So hautnah für Personen zu musizieren, die man nur aus dem Fernsehen kannte, war schon ein tolles Erlebnis. Im gleichen Jahr fand in Oldenburg das Landeskulturfest statt, bei dem wir mit vielen anderen Musikgruppen teilnahmen, auch ein Event der besonderen Art!  

Das alles aber wurde noch übertroffen durch unsere Teilnahme an der Steuben-Parade in New York im September 2006. Hinter der bekannten „Oldenburg – Kutsche“ marschierten wir im kilometerlangen Zug die 5-th Avenue hinunter, nachdem wir in der riesigen St. Patricks Kathedrale beim deutschen Gottesdienst Teile der Hubertusmesse gespielt hatten. Diese erlebnisreiche Woche klang noch lange nach. 

Inzwischen ist die Bläsergruppe Hubertus aus dem Oldenburger Musikleben kaum weg zu denken und an uns werden immer neue Anforderungen gestellt. In den letzten Jahren haben wir fast vierzig Auftritte. Dazu zählen natürlich auch Beerdigungen, Geburtstage oder Jubiläen, und unsere Hubertusmessen waren von der Mosel bis nach Hannover, in Mecklenburg und nun auch schon zum zwanzigsten Male im Kloster Neuenwalde bei Cuxhaven zu hören. Dabei tun sich für uns immer noch neue Felder auf. In den letzten Jahren hat Hans Rieger 20 Advent- und Weihnachtslieder für die großen Naturhörner vierstimmig bearbeitet. Der variable Klang dieser Instrumente übt auf die Zuhörer eine besondere Faszination aus. 

Bei alledem kommt aber auch das kleine Fürst-Pless-Jagdhorn nicht zu kurz, denn viele von uns sind Jäger, und schließlich ist es das Horn, mit dem wir alle einmal angefangen haben.