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Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhund

Unter der Leitung des Hundeobmanns Bernd Fehlig ( Lamspringe ) bot die Jägerschaft Gandersheim Altes Amt wieder einen Lehrgang zur Ausbildung von geprüften, für die Jagdausübung notwendigen brauchbaren Jagdhunden an. Gleich im Neuen Jahr trafen sich die Hundeführer jede Woche um ihre jungen Hunde im Umgang mit ihren Artgenossen zu sozialisieren. Dieses frühe heranführen der jungen teils ungestümen Hunde durch sich austoben lassen aber auch danach leichter Leinenführigkeitsarbeiten zahlte sich ab April aus, denn wir hatten friedfertige Hunde aller Rassen, nur ein Teckel hat das ab und zu vergessen.

In diesem Jahr war die Rassenvielfalt so groß nie. Neben den bekannten Rassen Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar, Kleiner Münsterländer, den Terriern und Teckeln waren auch ein Bracco Italiano, ein Französischer Vorstehhund und ein Russisch Europäische Laika im Kurs.Alle Kursteilnehmer waren mit Feuer und Flamme bei der Ausbildung und gaben ihr bestes. Rückschläge in der Ausbildung gab es im Sommer am Wasser. Der Bracco Italiano und der Laika waren am Anfang nicht für das Wasser zu begeistern, und so mussten Dieter B. und Sarah G. in den ersten Wochen vor ihren Hunden ins Wasser. Diese konsequente Beharrlichkeit in der Ausbildung zeigte sich bei den späteren Prüfungen.

Da der Bracco Italiano nach den Richtlinien der LJN nicht geprüft werden darf, fuhr Herr Brinkmann zu einem Jagdgebrauchshundeverein und führte seinen Hund dort. Bei der Preisvergabe wurde der Braccco Italiano sogar Suchensieger.

Alle anderen wurden im Oktober an zwei Tagen nach den geltenden Brauchbarkeitsrichtlinien für Jagdhunde in Niedersachsen geprüft. Geprüft werden die Hunde in den Fächern Schussfestigkeit, auf einer 300m Haarwildschleppe und 150m Federwildschleppe. welche im Feld gearbeitet wurden.

Die 400m Schweißfährte, wurde am Tag vorher im Wald gelegt und verlangt volle Konzentration der Hunde, da in der Nacht Wild über diese wechselt und somit die Verleitung dieser Fährte zu folgen sehr hoch ist.Das letzte Fach einer Brauchbarkeitsprüfung ist die Wasserarbeit. Hierbei müssen die Hunde unter anderem eine tote Ente im Schilf finden und selbstständig bringen.

Zusätzlich wurden noch ein Teckel, ein Bayrischer Gebirgsschweißhund und ein Hannoverscher Schweißhund in der Sonderprüfüng für Schweißhunde, einer 1000 Meter  Übernachtfährte geprüft.

Da die Jagdhundeausbildung in der Jägerschaft Gandersheim Altes Amt nicht nach 16 Übungseinheiten beendet ist, sondern intensiv von April bis Oktober betrieben wird, fallen auch selten Teilnehmer dieses Kurses durch die Prüfung. In diesem Jahr waren die angereisten Prüfungsrichter und eine Prüfungsrichterin mit den gezeigten Leistungen der Prüflinge mehr als zufrieden, auch wenn der Laika seiner Führerin das Wild vor die Füße wirft und sich nicht setzt und wartet bis wie bei Gisela Zufall ihrer Kleinen Münsterländer Hündin diese nach einer Streicheleinheit das Wild abnimmt.

Bei der Brauchbarkeitsprüfung zählt nur das der Hundeführer in Besitz des Wildes kommt, obwohl das saubere Apportieren und Ausgeben auch hier die hohe Kunst der Ausbildung ist.

Auch in der Sonderregelung für Stöberhund wurden ein Teckel, eine Bracke und drei Terrier geprüft. Alle an diesen zwei Tagen geprüften  Jagdhunde haben die Prüfung bestanden und sind nun wie es der Gesetzgeber vorschreibt, für alle ihre jagdlichen Aufgaben brauchbar und erfüllen somit auch die Auflagen ihrer Versicherung.

Schon im Januar 2020 treffen sich wieder Hundeführer aus dem Alten Amt, Northeim, Gandersheim und Gäste aus dem Oberharz mit ihren Junghunden.