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Öffentlichkeitsarbeit

Foto: Max Hunger
Europäischer Wolf

"Der Wolf in Deutschland"

Am Dienstag, den 01. Dezember berichtet der Kreisnaturschutzbeauftragte (und Obmann für Öffentlichkeitsarbeit in der KJ OL-DEL) Max Hunger über den aktuellen Stand der Wolfspopulation in Deutschland bzw. in Niedersachsen (Landkreis Oldenburg). Der Kurs findet im Seminarraum "Lethe" der LEB in Huntlosen, Sannumer Str. 3 statt, Beginn ist um 19.30 Uhr (bis 21.45 Uhr). Es haben sich bereits genügend Interessenten angmeldet, sodass der Kurs stattfinden kann, es sind aber noch wenige Restplätze frei. Anmeldungen bitte über die LEB in Huntlosen: 04487 7507990.

Foto: Max Hunger
Zaunkönig "schmettert" sein Lied!
Foto: Max Hunger
Männlicher Jagdfasan
Foto: Max Hunger
Kanadagänse mit ihren Gösseln

"Faszinierende Vogelwelt -Heimische Singvögel und Wintergäste"

Am Dienstag, den 3. November fand um 19.30 Uhr (bis 21.45 Uhr) im Seminarraum "Lethe" der LEB Großenkneten in Huntlosen, Sannumer Str. 3 ein Vortrag zum Thema "Faszinierende Vogelwelt- Heimische Singvögel und Wintergäste" statt. Es referierte der Kreisnaturschutzbeauftragte (und Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der KJ OL-DEL) Max Hunger, der anhand von eindrucksvollen (selbst geschossenen) Fotos die hiesige Vogelwelt vorstellte und interessante Details zu einzelnen Vogelarten zu berichten wusste.

Foto: Max Hunger
Schon zwei Wölfe im Landkreis überfahren!
Foto: Max Hunger
Eisvogel an der Hunte

"Exoten im Landkreis Oldenburg"

Kurs der LEB Grossenkneten ausgebucht!

Am Dienstag, den 06. Oktober fand im Seminarraum "Lethe" der LEB in Huntlosen in den Abendstunden ein Vortrag von Max Hunger (Kreisnaturschutzbeauftragter bzw. Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft OL-DEL) zum Thema "Exoten im Landkreis Oldenburg" statt. Nachdem er den Begriff "exotisch" definiert hatte, zeigte der Referent über 80 Fotos von Pflanzen und Tieren, die er im Landkreis Oldenburg aufgenommen hatte. Gleich beim ersten Bild (Ameisenlöwe bzw. -jungfer) staunten die Zuhörer: Viele kannten die Trichter im Sand, die der "löwe" fertigt, die Funktion war ihnen aber nicht bekannt. Ameisen rutschen an den glatten Seitenwände bis ans Ende des Trichters, wo der Ameisenlöwe sich versteckt hat und blitzschnell die Beute fixiert bzw. frisst. Nach der Verpuppung schlüpft das fertige Insekt (die Ameisenjungfer), das zu den Netzflüglern gehört und dem "Goldauge (Chrysopa) ähnelt. Die Palette der nicht ursprünglich bei uns beheimateten Arten war lang. Hier einige Beispiele: Waschbär, Marderhund, Jagdfasan, Bisam, Nutria, Graskarpfen, Muffelwild,  Traubenkirsche, Herkuleskraut, Springkraut, Greiskraut, Goldrute, Staudenknöterich, Wollhandkrabbe, Nil- bzw. Kanadagans, Schwarzmeergrundel,...

Aufgrund ihrer einzigartigen Färbung, ihres bizarren Aussehens bzw. ihres besonderen Verhaltens wurden folgende Arten erwähnt: Wiedehopf, Kuckuck, Hirsch- bzw. Nashornkäfer, Eisvogel, Kranich, Ringdrossel, Schwarzstorch, Kernbeißer, Wanderfalke, Wolf u.v.a.

Foto: Max Hunger
Mit dem Infomobil im Seniorenwohnheim in Großenkneten

Mit dem Infomobil unterwegs!

Weder Kosten noch Mühen hatte Großenknetens Hegeringleiter Max Hunger gescheut und war mit dem Infomobil der Kreisjägerschaft zum Seniorenheim nach Großenkneten gefahren. Die Bewohner, die den 90-minütigen Vortrag an der frischen Luft bei herrlichem Sonnenschein genießen durften, waren sehr an den Präparaten bzw. an der Vielfalt der Tierarten interessiert und erzählten auch noch ein paar Geschichten, wie ihre Ehemänner, die auch zur Jagd gingen, damals mit Beute zurückkehrten. Für die weniger an Jagd Interessierten war es eine willkommene Gelegenheit, mal Tiere aus der Nähe zu sehen, die z.B. nur nachts aktiv sind  und die sie bisher nur von Bildern kannten. "Ich wollte mit dieser Präsentation natürlich keinen Jäger-Nachwuchs aquiriren, sondern den älteren Herrschaften (unter denen sich auch meine Mutter befindet) einen Vormittag die Zeit sinnvoll vertreiben, auch auf die Gefahr, dass die Demenzkranken alles Gesagte schnell wieder vergessen haben. Da ich jetzt als Rentner etwas mehr Zeit habe, möchte ich der älteren Generation auch gerne etwas zurückgeben, auch wenn es "nur" ein wenig Zeit ist".

Foto: Max Hunger
Junger Steinkauz

Steinkauzbestand im Landkreis erholt sich langsam!

Der Steinkauzbestand hatte sich dank des unermüdlichen Einsatzes von Dr. Klaus Taux seit 1998 von anfänglich 5 Paaren auf über 90 im Jahr 2015 sehr gut erholt. Der Vogelkenner wurde dabei von der Naturschutzstiftung des Landkreises tatkräftig unterstützt, die sich das Projekt "Steinkauzschutz" auf ihre Fahnen geschrieben hatte. In den Folgejahren ist der Bestand aber wieder rückläufig gewesen, da werden stürmische Herbste und heiße Sommer die Ursachen sein. In den letzten beiden Jahren ist die Steinkauzpopulation aber wieder angestiegen (auf gut 60 Paare), wie Klaus Taux, der die Niströhren in der Gemeinde Wardenburg betreut sowie die ehrenamtlich tätige Gruppe um Jörn Schöttelndreier, in diesem Jahr berichten. "Gute" Mäusejahre sind da auch nicht unwichtig.

Wer etwas mehr über die Steinkäuze erfahren möchte, kann sich beigefügtes Porträt dieser kleinen Eule gerne herunterladen.

Foto: Max Hunger

Nutrias auch im Landkreis Oldenburg auf dem Vormarsch!

Der aus Südamerika stammende Nager (auch Biberratte genannt) scheint sich bei uns im Landkreis wohl zu fühlen und vermehrt sich prächtig. Im Emsland ist er schon seit vielen Jahren eine Plage, in der benachbarten Cloppenburger Jägerschaft führte der Kreisjägermeister in seinem Streckenbericht für das vorletzte Jagdjahr 1388 erlegte Nutrias auf. Auch im Landkreis Oldenburg (Hegeringe Wardenburg,Wüsting, Dötlingen und Großenkneten) kamen in dieser Jagdsaison schon wieder Nutrias zur Strecke (einige wurden Opfer des Straßenverkehrs). Im Unterschied zum Bisam (der aus Nordamerika stammt und einen seitlich abgeplatteten Schwanz hat) ist er größer (bis 65 cm), wiegt bis zu 10 Kg und hat als adultes Tier orangefarbene Nagezähne. Die Fellfarbe ist ursprünglich rötlichbraun, die Exemplare, die aus den Pelztierfarmen entwichen sind, variieren in der Färbung von hell, dunkelgrau, schwarz bis gelblich-braun, fast weiß. Im Gegensatz zu Biber und Bisam graben sie oberirdisch ihre Eingänge zu den Höhlen. Nachdem in den 60-er Jahren die Zucht von Nutrias sich nicht mehr rentierte, wurden vielerorts die Gefangenen aus den Pelztierfarmen einfach in die Natur entlassen. Begünstigt durch milde Winter überlebten sie paarweise oder in Gemeinschaften von 12 - 15 Tieren. Sie halten keinen Winterschlaf, leben monogam und pflanzen sich zu jeder Jahreszeit fort. Nach einer Tragzeit von 19 Wochen bringt das Weibchen 6 - 8 Junge zur Welt, die sofort sehen können und voll behaart sind. Nach 5 Monaten sind sie bereits geschlechtsreif. Sie können über 10 Jahre alt werden. Sie ernähren sich (fast) rein vegetarisch (Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasserpflanzen) und Hackfrüchte (Kartoffeln, Zucker-, Futterrüben, Feldgemüse, Mais). Schäden richten sie insofern an, als sie die Uferbereiche unterhöhlen und die Wasseracht, die für die Unterhaltung der Wasserläufe zuständig ist, nicht mehr Bagger usw. gefahrlos einsetzen kann. Die Wasserverbände haben derher mittlerweile eine Prämie (8€ pro Tier) ausgesetzt, um die Jäger zum Abschuss zu motivieren. Der Geschmack dieser Tiere soll übrigens ähnlich dem Spanferkel sein.

Die EU hat das Nutria auf die Liste der invasiven gebietsfremden Arten von unionsweiter Bedeutung gesetzt, also ein Verbot der Zucht und Einfuhr dieser Tiere.