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Aktuelles

Schießstandordnung des Deutschen Jagdschutzverbandes

I. Aufsicht

Jeder Verkehr auf Schießanlagen und jedes hier durchgeführte Schießen ist durch eine Aufsicht auf Einhalten der nachstehenden erlassenen Vorschriften zu überwachen. Die Bestimmungen sind für jedermann erkenntlich auf den Schießstandanlagen anzubringen. Bei gleichzeitigen Schießen auf mehreren Ständen ist je Stand eine Aufsichtsperson zu bestimmen. Für größere Schießen ist ein Schießleiter einzuteilen, dem die Gesamtleitung des Schießens sowie die Absperrungen und Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich zu übertragen sind. Das Aufsichtspersonal ist angehalten, Personen, die die Anlagen betreten oder benutzen, auf die Vorschriften hinzuweisen und in Fällen eines Verstoßes hiergegen einzuschreiten. Die Aufsichtspersonen tragen Armbinden mit dem Aufdruck „Aufsicht“.

Anordnungen der Aufsicht ist Folge zu leisten, Personen, die entgegen den Vorschriften handeln, können von der Schießstandbenutzung ausgeschlossen und von der Schießanlage verwiesen werden.

 

II. Fußgänger- und Fahrzeugverkehr

Wege bzw. Straßen, die zu Schießanlagen führen, die Anfahrt zu den Parkplätzen und die Abfahrt von diesen müssen für jeden Verkehr freigehalten werden.

 

III. Aufenthalt auf der Schießstandanlage

Das selbstständige Betreten der Schießstandanlage ist nur volljährigen Personen gestattet. Kindern und Jugendlichen ist der Zutritt nur unter Aufsicht ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten oder anderer, hiermit betrauter Personen erlaubt. Eine Störung des Schießbetriebes durch Kinder und Jugendliche ist zu unterbinden.

Hunde sind an der Leine zu führen. Hunde, die durch ihr Verhalten den Schießbetrieb stören, sind von der Schießstandanlage fernzuhalten.

 

IV. Aufenthalt auf den Schützenständen

Die eigentlichen Schützenstände sind durch Barrieren abzugrenzen. Innerhalb der Abgrenzungen der Schützenstände dürfen sich nur Schützen, die zum Schießen angetreten sind, oder aufsichtführende Personen oder solche, die Schützen Anweisungen erteilen oder zu diesen Anweisungen ermächtigt sind, aufhalten. Alle übrigen Personen müssen sich außerhalb der Abgrenzungen halten.

 

V. Betreten der Schießstandanlagen außerhalb der Schützenstände

Das Betreten sämtlicher Anlagen, die in den Gefahrenbereichen einer Schießstandanlage außerhalb der Schützenstände liegen, ist nur Personen, die ausdrücklich hierzu bestellt oder befugt sind, gestattet. Vor dem Betreten ist in jedem Fall, auch wenn zur Zeit kein Schießen stattfindet, eine von sämtlichen Schützenständen aus sichtbare Warnflagge aufzuziehen.

 

VI. Durchführung des Schießens

1. Beginn des Schießens

Die Aufsicht des Schießens ist von jedem Schützen bei der Schießaufsicht anzumelden. Es dürfen jeweils nur der Schützenstand oder die Schießbahn, die einem Schützen von der Schießaufsicht zugeteilt sind, benutzt werden.

2. Gebrauch von Schusswaffen und Munition

Jeder Schütze ist für jeden von ihm abgegebenen Schuss und dessen Folgen persönlich verantwortlich.

Innerhalb der gesamten Schießstandanlage sind Schusswaffen und Munition nach folgenden Vorschriften zu handhaben:

a) Gewehrriemen sind von Schusswaffen zu entfernen

b) Gewehre sind ungeladen mit geöffneten Verschlüssen bzw. abgekippten Läufen zu tragen. Hierbei müssen Gewehre mit Zylinder- oder Blockverschlüssen oder andere Gewehre mit Läufen, die im Verschluss nicht abkippen, derart gehalten werden, dass ihre Laufmündungen aufwärts über anwesende Personen gerichtet sind.

Für jeden Schützenstand sind Vorrichtungen (Gewehrständer usw.) zu schaffen, die ein standsicheres Abstellen der Gewehre gestatten. In diese sind die entladenen Gewehre einschließlich ihrer entladenen Magazine abzustellen.

Kurzwaffen (Pistolen und Revolver) sind ungeladen in einer Tasche der Kleidung oder in einem Futteral zu tragen.

Ein Hinlegen von Gewehren und Kurzwaffen ist untersagt.

c) Anschlag- und Zielübungen sind nur mit Genehmigung der Schießleitung gestattet, wenn sie von einem Schützenstand in der dazugehörigen Schussrichtung vorgenommen werden, sich auf Ziele beschränken, die dem betr. Schützen zustehen und hierbei die Laufmündungen, sofern solche Übungen in Schießhallen stattfinden, außerhalb deren Schießöffnungen liegen.

d) Auf Büchsen- und Kurzwaffen-Schießständen dürfen nur Patronen mit Geschossen, die jeweils für den Schießstand amtlich zugelassen und hier kenntlich gemacht worden sind, verwendet werden. Auf Schrotschießständen darf auf „laufende“ Bodenwild-Scheiben (Hasenscheiben) nur Schrot bis zu 3,5 mm Durchmesser, auf „streichende“ Flugwild-Scheiben (Fasanenscheiben) und auf Wurftauben nur Schrot bis zu 2,5 mm Durchmesser verfeuert werden.

Mit Flintenlauf-Geschossen und mit Schroten über 3,5 mm Durchmesser darf nur mit besonderer Genehmigung der Schießaufsicht und nur auf Anlagen geschossen werden, die hierfür besonders zugelassen sind.

e) Das Laden der Läufe von Schusswaffen und ihrer gegebenenfalls vorhandenen Magazine und ein Anschlagen von geladenen Waffen darf erst nach dem Einnehmen des einem Schützen zugewiesenen Standes erfolgen.

Beim Laden von Schusswaffen sowie bei jedem anderen Handhaben von geladenen Schusswaffen (Anschlagen, Absetzen, Entladen, Untersuchen der Ursache eines Versagens von Schüssen und bei dem Beseitigen von sonstigen Störungen) haben die Laufmündungen stets eine Richtung zu erhalten, die in der Schussrichtung liegt und in dieser abwärts bis waagerecht verläuft.

Werden derartige Handgriffe bei dem Umgang mit Waffen in Schießhallen vorgenommen, müssen die Laufmündungen in der gleichen Richtung außerhalb der Schießöffnungen der Räumlichkeiten liegen.

f) Es darf nur auf Scheiben geschossen werden, die auf der einem Schützen zugewiesenen Schießbahn stehen oder laufen.

g) Beim Schießen auf Scheiben hat der Schütze vor einem Standwechsel oder Abtreten von den Schützenständen den Verschluss der Waffe zu öffnen und diese zu entladen.

Beim Schießen auf Wurftauben, die aus Unterständen geworfen werden, hat der Schütze nach dem Beschuss jeder „Taube“ den Verschluss des Gewehrs zu öffnen und, falls auf Ständen mit mehreren Maschinen mehrere Schützen in einer Reihe schießen, während des Wechsels von einem Stand auf den Folgenden offen zu halten. Vor einem Wechsel von dem letzten auf den ersten Stand sowie nach Beendigung eines Schießens und vor dem Abtreten von den Schützenständen ist das Gewehr zu entladen.

Beim Schießen auf Wurftauben, die aus den Türmen der „Skeet-Stände“ geworfen werden, hat der Schütze nach dem Beschuss jeder “Taube“ ein gegebenenfalls noch geladenes Gewehr zu entladen und bis zu einem Einnehmen eines folgenden Standes den Verschluss geöffnet zu halten.

h) Jede Abgabe von Schüssen außerhalb von Schützenständen und auf Ziele, die nicht zu der planmäßigen Einrichtung oder dem geordneten Betrieb eines Schießstandes gehören (z.B. Scheiben, die nicht auf den für die jeweiligen Schießbahnen amtlich zugelassenen Scheibenentfernungen stehen, Ziele, die einem anderen Schützen zustehen, Tiere usw.), ist untersagt.

i) Das Berühren fremder Schusswaffen ist nur Schießleitern, Schiedsrichtern und Aufsichtspersonen im Beisein der Beisitzer der Waffen gestattet.

3. Sicherheit der Schußwaffen

Falls die Gebrauchssicherheit oder die Funktion von Schusswaffen nicht ausreichend erscheinen und festgestellt wird, dass ihre Verwendung den Schießbetrieb gefährdet, ist die weitere Benutzung der Waffen nicht gestattet und zu untersagen.

 

VII. Unterbrechung des Schießens

Erscheint auf einer Schießanlage eine rote Warnflagge oder wird aus besonderen Gründen die Einstellung eines Schießens angeordnet, ist es auf sämtlichen Schützenständen zu unterbrechen und ein Entladen der Schusswaffen durchzuführen. Das Laden der Schusswaffen und die Fortsetzung des Schießens dürfen erst wieder vorgenommen werden, nachdem aufgezogene Warnflaggen eingezogen sind und eine gegebene Einstellungsanordnung aufgehoben ist.

Die vorstehende Schießstandordnung wird in Ergänzung der Sicherheits- und Aufsichtsbestimmungen der DJV-Schießvorschrift in der ab 1.Januar 1977 geltenden Fassung erlassen.

 

Deutscher Jagdschutz-Verband e.V.

- Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände -

Neue Jagdzeiten in Niedersachsen

Jagdzeiten in Niedersachsen

(Stand: Mai 2008)
Nachfolgend sind die derzeit in Niedersachsen nach Bundes- bzw. Landesverordnung gültigen Jagdzeiten zusammengestellt. Hier nicht genannte niedersächsische Wildarten genießen ganzjährige Schonung.

Rotwild

 

Hirsche

1. August – 31. Januar

Alttiere, Kälber

1. September – 31. Januar

Schmalspießer, -tiere

1. – 30. Juni (ab Juli 2008 1. – 31. Mai)
und 1. August – 31. Januar

Damwild

 

Hirsche, Alttiere, Kälber

1. September – 31. Januar

Schmalspießer, -tiere

1. – 31. Mai und 1. September – 31. Januar

Sikawild

1. September – 31. Januar

Rehwild

 

Rehböcke

1. Mai – 15. Oktober

Schmalrehe

1. Mai – 31. Mai und 1. September – 31. Januar

Ricken, Kitze

1. September – 31. Januar

Muffelwild

 

Widder

1. August – 31. Januar

Lämmer, Schmalschafe, Schafe

1. September – 31. Januar

Schwarzwild

 

Keiler

16. Juni – 31. Januar

Bachen

16. Juni – 31. Januar mit Ausnahme führender Bachen

Überläufer und Frischlinge

ganzjährig mit Ausnahme führender Stücke

Feldhasen

1. Oktober – 15. Januar

Wildkaninchen *

1. Oktober – 15. Februar

Stein- und Baummarder

16. Oktober – 28. Februar

Iltisse

1. August – 28. Februar

Hermeline

1. August – 28. Februar

Dachse

1. August – 31. Januar

Füchse *

16. Juni – 28. Februar

Waschbären *

16. Juli – 31. März

Marderhunde*

1. September – 28. Februar

Minks*

1. August – 28. Februar

Nutrias*

1. September – 28. Februar

Rabenkrähen

1. August – 20. Februar

Elstern

1. August – 28. Februar

Rebhühner

16. September–30.November

Fasanen

1. Oktober – 15. Januar

Ringeltauben

 

Alttauben

20. August bis 31. März mit der Maßgabe, dass die Jagd vom 20. August bis 31. Oktober und vom 21. Februar bis 31. März nur zur Schadensabwehr und nur auf Alttauben ausgeübt werden darf, die in Trupps auf Acker-, Grünland- oder Baumschulkulturen einfallen

Jungtauben

ganzjährig mit der Maßgabe, dass die Jagd vom 21. Februar bis 31. Oktober nur zur Schadensabwehr und nur auf Jungtauben ausgeübt werden darf, die auf Acker-, Grünland- oder Baumschulkulturen einfallen

Türkentauben

1. November – 20. Februar

Höckerschwäne

1. November – 20. Februar mit der Maßgabe, dass die Jagd vom 1. Dezember – 20. Februar nur zur Schadensabwehr und nur auf Höckerschwäne ausgeübt werden darf, die in Trupps auf Acker- und Grünlandkulturen einfallen

Graugänse

1. August – 15. Januar mit der Maßgabe, dass die Jagd vom 1. September bis 31. Oktober nur zur Schadensabwehr und nur auf Graugänse ausgeübt werden darf, die in Trupps auf Acker- oder Grünlandkulturen einfallen

Kanadagänse

1. September – 15. Januar mit der Maßgabe, dass die Jagd vom 1. September bis 31. Oktober nur auf Kanadagänse ausgeübt werden darf, die in Trupps auf Acker- oder Grünlandkulturen einfallen

Bläss- und Saatgänse

1. November – 15. Januar
Nicht bejagt werden dürfen Bläss- und Saatgänse in den Vogelschutzgebieten Unterelbe, Niedersächsisches Wattenmeer, Westermarsch, Krummhörn, Ostfriesische Meere, Emsmarsch von Leer bis Emden, Rheiderland und Niedersächsische Mittelelbe

Nilgänse

1. August – 15. Januar

Stockenten

1. September – 15. Januar

Krick- und Pfeifenten

1. Oktober – 15. Januar

Waldschnepfen

16. Oktober – 31. Dezember

Bläßhühner

11. September – 20.Februar

Sturm-, Silber-, Mantel- u. Heringsmöwen

1. Oktober – 10. Februar

 

*Auf Jungfüchse, Jungwaschbären, Jungmarderhunde, Jungminks, Jungnutrias und Jungkaninchen darf in Niedersachsen das ganze Jahr über die Jagd ausgeübt werden

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